Teil eines Werkes 
4. Bd. (1853)
Entstehung
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den Vogel an, denn ihre Augen waren auf Jean Charoſt's Geſtalt gerichtet, als er ſich von der Thür näherte. Obgleich einiges Licht durch das offene Fen⸗ ſter hereinſtel, ſo war es doch zu dunkel, um ſeine Züge zu unterſcheiden; aber ſeine Stimme erkannte ſie, ſobald er ſprach, wenn ſie dieſelbe gleich nur ſel⸗ ten gehört hatte. Es giebt Töne, die in dem Ohre des Gedächtniſſes gleichſam wie Echo's der Vergangen⸗ heit verweilen, uns zu früheren Tagen zurückführen und uns an längſt vergangene Umſtände, Gedanken und Gefühle mit einer Deutlichkeit erinnern, ſo daß wir nur des Auges des Geiſtes bedürfen, um ſie zu ſehen. Jean Charoſt's Stimme war eine eigenthüm⸗ liche Stimme, ſanft, weich und melodiſch, aber voll und deutlich, gleich den Tönen einer Orgel.

Herr von Brecy! rief ſie;ich bin erfreut, Euch hier zu ſehen. Hoffentlich ſeid Ihr kein Gefan⸗ gener mehr und ſucht kein Löſegeld ſondern ein

freier Mann. Doch was führt Euch zu dieſem abge⸗

legenen Winkel der Erde? Ein edler Beweggrund

ohne Zweifel. Patriotismus vielleicht und Liebe zu Eurem Fürſten. Ach! de Brecy, der Patriotismus findet nur kalte Aufnahme, wo das Vergnügen allein herrſcht; und was die Liebe betrifft, wünſchte ich, Euer Fürſt liebte ſich ſelber ſo ſehr, wie Andere ihn lieben! Was ſoll ich Seiner Hoheit ſagen, Mademoi⸗