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Drohungen der Zukunft bei leeren Bergnügungen zu vergeſſen.“
„Es muß ein Verſuch gemacht werden, ihn aus dieſem Zuſtande zu erwecken; aber ich kann nicht eher Etwas thun, als bis ich die Mittel erlangt habe, ohne welche die Handlung hoffnungslos ſein würde. Nach Paris wage ich mich nicht ſelber; aber ich habe Agenten und Freunde dort, die mir helfen werden, und Gelder genug in verſchiedenen Unternehmungen angelegt. Ich habe mich während der letzten Monate lebhaft bemüht, alle Hülfsmittel zuſammen zu brin⸗ gen, aber ich warte noch immer in Bourges, ohne eine Antwort auf meine zahlreichen Briefe zu erhalten.“
„Könnte ich nicht nach Paris gehen?“ fragte Jean Charoſt.„Ihr wißt, mein Freund, daß es mir nicht an Fleiß fehlt und daß ich einſt einige Ge⸗ ſchicklichkeit in Geſchäften gleich den Eurigen beſaß.“
Jacques Coeur ſchwieg gedankenvoll und ant⸗ wortete dann:
„Es möchte vielleicht eben ſo gut ſein. Ihr ſeid ſo lange abweſend geweſen, daß Eure Perſon un⸗ bekannt ſein würde. Wann könntet Ihr abreiſen?“
Jean Charoſt antwortete, er würde ſchon am folgenden Tage gehen können; und man ſetzte die Unterredung über dieſe Pläne fort, als man Pferde⸗ hufſchläge im Schloßhofe hörte, und in der nächſten Minute ein großer, ältlicher, vom Wetter gebräun⸗
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