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ter Mann von Martin Grille hereingeführt wurde. Jean Charoſt ſah ihn an und glaubte Armand Chau⸗ vin, den Courier des ermordeten Herzogs von Orleans, in ihm zu erkennen. Der Mann ging gerade auf Jacques Coeur zu, überreichte ihm einen Brief und ſchlug dann die Augen nieder, ohne die Umgebung anzuſehen.
„Dies iſt in der That eine gute Nachricht,“ ſagte Jacques Coeur, der den Brief bei dem Scheine eines Wandleuchters geleſen.„Hunderttauſend Kro⸗ nen, und in einem Monate noch zweihunderttauſend! Damit und mit dem Gelde aus Marſeille können wir noch Etwas anfangen. Dies iſt in der That eine gute Nachricht!“
„Ich habe noch mehr zu berichten,“ ſagte Chauvin ernſt.„Ein Wort in Euer Ohr, Maitre Jacques. Ich habe nicht gegeſſen, getrunken oder ge⸗ ſchlafen von Paris bis Bourges und von Bourges hieher, um Euch ſchnell dieſe Nachricht zu bringen. Hört— ich muß es Euch in's Ohr ſagen!“
Und er flüſterte Jaeques Coeur Etwas zu. Der An⸗ dere hörte ihm aufmerkſam zu, ſtutzte und ſchien bewegt.
„Gott gebe ſeiner Seele Ruhe!“ ſagte er endlich. „Er hat ein unruhiges Leben geführt. Gott gebe ſei⸗ ner Seele Ruhe!“
Ende des dritten Bandes. Druck von Oswald Kollmann in Rochlitz.
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