Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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beugſam und wir Alle fühlen und wiſſen, daß er von einer Macht beherrſcht wird, welcher er gehorchen muß. Es iſt eben ſo mit Anderen, welche Gefangene von Bedeutung haben. Sie können ſie nicht gegen mäßi⸗ ges Löſegeld freilaſſen, wenn gleich die Regeln der Ritterſchaft es ſo beſtimmen.“

„Lord Willoughby ſcheint ein gütiger Mann zu ſein, Jean,“ ſagte das junge Mädchen, ihm noch in's Geſicht blickend.„Er ſprach milde und gutmüthig mit mir.“

„Ja, aber Milde und Gutmüthigkeit, liebe Ag⸗ nes,“ entgegnete Jean Charoſt,„werden einen Mann noch nicht bewegen, den Befehlen ſeines Monarchen ungehorſam zu ſein. Noch ein Monat und ich bin ſieben lange Jahre gefangen geweſen. Ja, Agnes, mein Haar wird grau, während das Deine jede Stunde dunkler wird. Ich erinnere mich noch, wie Deine Locken dem Sonnenſcheine auf dem Hügel glichen, und jetzt iſt ein Rabenflügel kaum ſchwärzer.“

„Ahl ich ſah kürzlich ein graues Haar in der Locke an Deiner Schläfe,“ ſagte das Mädchen lachend. „Du wirſt bald ein weißköpfiger alter Mann ſein, Jean, wenn Du niderſetzlich hier bleibſt, während un⸗ ſere liebe Mutter Alles verkaufen will, um Dich in Freiheit zu ſetzen— obgleich ich denke, daß Du ein wenig jünger geworden biſt, ſeitdem wir hier ſind.. Wir ſind jetzt ein Jahr bei Dir in dieſem entſetzlichen

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