dere in der erſten Blüthe— die verwelkte Blume und die Knospe.
Sie ſaßen um einen kleinen Tiſch und hatten offenbar lebhaft geſprochen. Frau von Brecy's Augen zeigten Thränenſpuren und die des jungen Mädchens waren auf Jean Charoſt'’s Geſicht gerichtet und ſchie⸗ nen ihn lebhaft anzuflehen.
„Vergebens, liebe Mutter, vergebens!“ ſagte Jean Charoſt.„Mein Entſchluß iſt ſo feſt wie im⸗ mer. Jacques Coeur iſt großmüthig, aber ich kann mir keine ſolche Verbindlichkeit auferlegen, und bei dem gegenwärtigen Zuſtande Frankreichs eine ſolche Summe ſelbſt unter den günſtigſten Bedingungen auf⸗ zunehmen, würde Euch nur den dritten Theil Eures ganzen Einkommens laſſen. Dieſe Gefangenſchaft iſt freilich ſehr läſtig für mich, und hier ein Jahr nach dem andern hinzubringen, während Frankreich zer⸗ ſtückelt und verwüſtet wird und man ſeine Städte zu Schlachthäuſern macht, verdoppelt die Laſt der Zeit, drückt meinen leichten Geiſt nieder und nimmt mir faſt alle Hoffnung und Erwartung. Dennoch will ich das Schickſal zweier ſo theuren Weſen wie Ihr nicht dem Zufalle überlaſſen. Ihr ſagt, ich ſoll mich an Lord Willoughby wenden. Ich habe es gethan, aber vergebens. Er läßt mir, wie Ihr wißt, alle mögliche Freiheit— er läßt es nicht an Freundlichkeit oder Höflichkeit fehlen. Aber in einem Punkte iſt er un⸗


