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Ein altes Haus oder Palaſt ſtand in der Nähe der City von London dicht an den Ufern der Themſe. Jetzt lebende Menſchen erinnern ſich eines Theils des⸗ ſelben, der von kleineren Wohnungen dicht umgeben war. Zu der Zeit unſerer Geſchichte war es ganz von Gärten umgeben, die ſich weit und angenehm bis an's Waſſer erſtreckten, obgleich nur ſchmal zwiſchen dem Palaſte ſelber und der Mauer, welche ihn von der großen Strandſtraße trennte, die von dem Temple⸗ thore der City zu dem Dorfe Charing führte.
An einigen Theilen mit zierlicher Bildhauer⸗ arbeit verſehen, an anderen einfach und ſtrenge, ver⸗ einte der alte Savoyenpalaſt die Baukunſt verſchiede⸗ ner Jahrhunderte. Er diente zu vielfachen Zwecken — zuweilen als Schauplatz heiterer Beluſtigungen, zuweilen als Zeugen der Thränen der Gefangenen. Ein halbes Jahrhundert vorher hatte der König Jo⸗ hann von Frankreich während ſeiner Gefangenſchaft in England dort gewohnt, und ſeit jener Zeit hatte man es größtentheils als ein ehrenvolles Gefängniß für fremde Feinde benutzt, welche das wechſelnde Kriegs⸗ glück in Feſſeln nach England geführt.
In der Mitte der erwähnten Mauer ſtand ein großes Thor, welches längſt abgebrochen worden oder vielleicht ohne die Hilfe der Menſchen eingeſtürzt iſt. Dieſes Thor hatte zwei große Thürme, jeder von drei Stockwerken, welche ihren Bewohnern für die dama⸗
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