Zehntes Kapitel.
Bei einem Zeitraume ohne Handlung, nur bezeichnet durch den Wechſel von Tag und Nacht, ſelbſt in dem Leben einer Perſon, an der wir einiges Intereſſe neh⸗ men, zu verweilen, würde faſt eben ſo einförmig ſein, wie die genaue Beſchreibung des Umdrehens eines Schleifſteines. Wir haben es nicht mit den bedeu⸗ tungsloſen Ereigniſſen der Geſchichte— nicht mit den Flächen auf dem Wege des Lebens zu thun. Wir ſetzen uns nicht hin, um einen Schlummer zu beſchrei⸗ ben oder einen Fiſchteich zu ſchildern.
Es begegnete Jean Charoſt während ſeines noch übrigen Aufenthalts in Frankreich wenig, was des Erzählens werth wäre und was nicht ſpäter erwähnt werden wird. Wir wollen daher die Scene verändern, die Phantaſie ihre Flügel entfalten laſſen und drei Jahre voraus zu einem Orte in einem anderen König⸗ reiche eilen.


