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Einen Augenblick bewegte ſich der Dauphin nicht und ſprach nicht, ſondern ſah den Herzog mit finſterer und drohender Stirn an.
„Nun, Vetter von Burgund,“ ſagte er endlich, ohne ihn aufzufordern aufzuſtehen,„ſeid Ihr endlich gekommen? Ich dachte, Ihr würdet jetzt, wie in an⸗ deren Fällen, Euer Verſprechen verletzen.“
„Ich habe keine Verſprechungen verletzt, Karl von Frankreich,“ verſetzte der Herzog in gleich heftigem Tone.
„Der Himmel iſt Zeuge, daß Ihr es gethan,“ antwortete der Dauphin.„Verſprachet Ihr nicht, den Krieg einzuſtellen? Verſprachet Ihr nicht, Eure Beſatzungen aus fünf Städten zurückzuziehen, wo ſie noch find?“
Des Herzogs Geſicht wurde roth, ſeine Au⸗ gen funkelten und ſeine Brauen zogen ſich zuſammen. Was er antwortete, konnte Jean Charoſt nicht hören; als er aber einen Herrn dicht neben dem Dauphin mit der Hand nach dem Dolche greifen ſah, faßte er deſſen Arm und flüſterte ihm zu:
„Haltet ein! haltet ein!“
In demſelben Augenblicke faßte einer von den Leuten des Dauphin, der dem Herzog von Burgund entgegengegangen war, dieſen beim Arme und ſagte:
„Steht auf, Herr! ſteht auf! Ihr ſeid zu ehrenvoll, um hier zu knieen.“
Ob der Herzog ihn hörte und mißverſtand, weiß


