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Jean Charoſt urtheilte richtig, von wem der Prinz ſeine Nachricht habe, und er ſprach ſeinen Dank aus, als einige von denen, die umherſtanden, ausriefen:
„Der Herzog kommt, Eure Hoheit!“
„Ein wenig ſpät,“ ſagte der junge Prinz mit finſterem Blicke;„aber es iſt beſſer, als wenn er gar nicht gekommen wäre.— Nun, es gehe Jemand von Euch und mache die Honneurs.“
Mit dieſen Worten ſtand er auf, näherte ſich langſam der Barriore auf der Brücke, lehnte ſich dar⸗ auf und kreuzte ſeine Arme über die Bruſt.
Inzwiſchen ſah man eine kleine Gruppe, die aus zehn oder zwölf Perſonen beſtand, von den Thoren des Schloſſes herkommen. Bei der erſten Barrière hielten ſie an und es ſchien eine kurze Berathung ſtattzuſinden, in deren Verlauf ſechs oder ſieben Edel⸗ leute zu ihnen kamen, die den Dauphin auf ſeinen Befehl verlaſſen hatten. Dann gingen ſie wieder wei⸗ ter, aber ein wenig voraus kam Tanneguy du Chatel mit raſchem Schritte und geröthetem Geſichte.
„Dieſer Mann iſt ſehr kühn, mein Prinz,“ ſagte er in leiſem Tone.„Gebe Gott, daß ſeine Blicke
und Worte hier demüthiger ſein mögen; denn ich weiß nicht, wie irgend Einer von uns es ertragen wird.“ „Kehrt zurück und führt ihn weiter,“ ſagte der Dauphin.„Er ſoll einige Wahrheiten hören, die er vielleicht lange nicht gehört hat. Seid ruhig, du


