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d'Ermay haben die Barrikaden auf der Brücke mit etwas finſteren Geſichtern unterſucht und ſind dann
ihrem Herrn, dem Herzoge, entgegengeritten.“
„Dann mag er wegbleiben,“ antwortete du Chatel plötzlich.„Wir meinen es nicht böſe mit ihm. Man hat ihm genug gute Worte gegeben. Sein eigenes Gewiſſen macht ihn furchtſam, hieher zu kommen.— Hier iſt der Haſe, de Brecy. Trinkt ein wenig Wein, trinkt ein wenig Wein— Ihr könnt ſchon eher trin⸗ ken, als ich. Bei meinem Leben! bei Azincourt ver⸗ loret Ihr Blut genug, um Euch ſtill und ruhig zu machen.“
Als das kurze, frugale Mittagsmahl zu Ende war, ſprang Tanneguy du Chatel auf und ſagte:
„Ich muß gehen und meine Rüſtung anlegen. Eilt Ihr zu der bewußten ſchönen Dame zurück und wartet bei ihr, bis Ihr von mir höret, wenn nicht vielleicht der Dauphin herein kommt und Eure Sache entſchieden wird. Wenn nicht, will ich Euch ihm vor dieſer Konferenz vorſtellen, in der Hoffnung, daß die Sache gut ausfallen und günſtige Bedingungen zum Wohle Frankreichs feſtgeſetzt werden mögen. Ich weiß nicht, was mir heute iſt, ich fühle mich wie von einem neuen Geiſte belebt.— Nun, ich will meine Rüſtung anlegen.“
Hierauf verließ er das Zimmer und Jean Charoſt kehrte in die Abtei zurück, wo er eine Zeit


