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„Ich habe ſelber oft darüber nachgedacht, wel⸗ ches wohl ſein Beweggrund ſein mochte,“ verſetzte Jean Charoſt lächelnd,„doch habe ich nie eine Ver⸗ anlaſſung entdecken können, außer den Worten eines Aſtrologen in Pithiviers, der ihm ſagte, ich würde bei ſeinem Tode zugegen ſein und verſuchen, ihn zu verhindern.“
„Der Himmel gebe, daß die Prophezeiung bald erfüllt werden möge!“ rief Tanneguy du Chatel lachend.„Neulich in Troyes hätte ich ihn gern mit meinem Schwerte durchbohrt; aber ich dachte, es würde kaum höflich ſein, in ſeinem eigenen Hauſe, wo wir zuſammen aßen. Wenn ich ihn aber Lanze gegen Lanze im Felde treffe, denke ich, würde der Eine oder der Andere von uns ſpäter nicht weit mehr reiten.“
„Soll ich Euch noch mehr Wein geben, gnädiger Herr?“ fragte ein Page, mit der Flaſche ſich nähernd.
„Nein,“ verſetzte ſein Herr;„ich bin ſchon er⸗ hitzt genug.— Trage die Schüſſel weg. Was giebt's weiter zum Mittageſſen?“
Ein Mann trat ein, während er ſprach, und ſagte in leiſem Tone:
„Der Herzog iſt auf dem Wege, gnädiger Herr.“
„Laßt ihn kommen,“ verſetzte du Chatel.„Wir ſind bereit für ihn.“
„Vielleicht wird er nicht weiter kommen,“ ſagte
der Mann,„denn Antoine de Thoulongeon und Jean 11*


