Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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erfahren hatten, was ihm begegnet war. Es wurde Wein gebracht; ſchöne Hände reichten ihm denſelben, und Alles, was das weibliche Mitleid thun konnte, wurde gethan; aber Agnes hatte an jenem Morgen die Macht der Muſik kennen gelernt, und in das Vor⸗ zimmer laufend, rief ſie:

Wo iſt unſer lieber Muſiker? Hier, Knabe hier! Bringe Dein Inſtrument und verſuche ihn zu tröſten, für den Du eben ſo dringend gebeten. Er bedarf deſſen ſehr.

Der kleine Jean ſtand ſogleich auf, verweilte einen Augenblick, um die eine Saite ſeiner Violine ein wenig herauf zu ſchrauben, folgte dann in das innere Zimmer und warf einen furchtſamen Blick auf die ſchönen, jungen Geſichter, die Jean Charoſt um⸗ gaben. Aber ſeine Augen richteten ſich bald mit fra⸗ gendem Blicke auf den Leidenden und drückten ſo deut⸗ lich, wie in Worten, die Frage aus:

Was iſt mit ihm vorgegangen?

Man hat ihn auf die Folter gebracht, 7 ſlüſterte Agnes. Nach einer augenblicklichen Pauſe erhob der Knabe das Inſtrument z ſeiner Schulter und ent⸗ lockte demſelben die lieblichen Töne, die der Herzog von Anjou gehört hatte. Eine kurze Zeit vorher hatte er in Gegenwart der Königin von Sicilien eine Trauermelodie auf den Tod des Herzogs von Orleans