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ein Rad umdrehte, welches ſeinen ganzen Körper aus⸗ ſtreckte und den Unglücklichen in Stücke zu zerreißen drohte. Einen Augenblick ſtand der Herzog ſchweigend da, als wollte er ſehen, wie viel der unglückliche junge Mann würde ertragen können. Aber Jean Charoſt ſprach kein Wort. Jenes Stöhnen war das Einzige, was ihm der heftige Schmerz auszupreſſen vermochte. Aber jetzt ſchien ſeine Entſchloſſenheit über die menſchliche Schwäche zu triumphiren, und mit zuſammengebiſſenen Zähnen und geſchloſſenen Augen lag er da und litt ohne einen Schrei.
„Halt!“ rief der Herzog endlich.„Halt! Herr Oberrichter, bindet den Mann los. Er iſt nicht ſchuldig.“
Dann ging der Herzog langſam zur Thür und ſchloß dieſelbe, während Jean Charoſt von ſeinem ſchrecklichen Lager befreit wurde und man ihm ein wenig Waſſer zu trinken gab. Er ſaß aufrecht da, ſtützte ſeinen Kopf auf die Hand, hielt die Augen noch ge⸗ ſchloſſen und ſchien nicht zu ſehen, wer gekommen war, um ihn zu befreien. Die Leute des Oberrichters näherten ſich ihm und verſuchten ihm ein wenig rauh ſeine Kleider wieder anzuziehen, die er vor der Tortur hatte ablegen müſſen.
„Geduld— Geduld einen Augenblick!“ rief er matt.
Inzwiſchen näherte ſich ihm der Herzog von Bur⸗


