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gund, ſtand da, ſeine Arme über die breite Bruſt ge⸗ kreuzt, und ſah ihn an.
„Könnt Ihr reden, junger Mann?“ ſagte er endlich.
Jean Charoſt neigte ſein Haupt ein wenig mehr.
„Was war es, was Ihr dem geheimen Rathe nicht ſagen wolltet?“ fragte der Herzog.
„Wohin mich der Herzog von Orleans am letzten Abend geſchickt,“ antwortete der junge Mann mit kaum hörbarer Stimme.
„Treu und redlich in der That!“ rief der Her zog von Burgund.
Dann legte er ſeine Hand auf des Jünglings ſchmerzende Schulter und ſagte in leiſem Tone:
„Wenn Ihr einen neuen Dienſt ſuchet, de Brecy, ſo kommt in einer Woche zu mir nach Mons. Ich will Euch zu einer hohen Würde erheben; und Ihr müßt wiſſen, daß das, was Ihr gelitten, nicht mein Werk war. Ich kam, um Euch zu befreien. Nun führt ihn hinein, Oberrichter, ſobald er es ertragen kann.“
Als der Herzog in die Halle zurückkehrte, fand er Agnes Sorel an der Seite des Herzogs von Berri ſtehend, obgleich einer von den Herren, die ſich in der Nähe befanden, ihr einen Stuhl hingeſtellt hatte; denn in jenen Tagen hatten alle franzöſiſchen Edel⸗ leute, in äußeren Dingen wenigſtens, den glänzenden


