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„O ja, gnädigſter Herr, in dem anderen Zim⸗ mer. Die Schraube wird ſchon genügen— ſie rich⸗ tet oft mehr aus, als die Folterbank.“
Inzwiſchen war in Jean Charoſt's Bruſt ein Kampf vorgegangen.
Es iſt oft gefährlich, ſich durch Worte zu einer beſtimmten Handlungsweiſe verbindlich zu machen. So lange wir in den geheimen Räumen unſerer Bruſt mit uns ſelber zu Rathe gehen, tragen wir kein Be⸗ denken, eine übereilte Anſicht oder einen raſchen Ent⸗ ſchluß zurückzunehmen; wenn wir aber unſere Mitge⸗ ſchöpfe zu Zeugen unſerer Gedanken oder Entſchlüſſe aufgerufen haben, da ſtellt die große urſprüngliche Sünde des Stolzes uns eine Schranke in den Weg und verhindert uns zurückzutreten, auch wenn wir es mit Ehre thun könnten. Jean Charoſt war ſo fehler⸗ haft, wie die Uebrigen unſeres Geſchlechts, und viel⸗ leicht würde es zu viel behauptet ſein, wenn wir ſa⸗ gen wollten, der Stolz habe keinen Antheil an ſeinem Entſchluſſe gehabt. Nach einer kurzen Pauſe aber ſagte er:
„Gnädigſte Herren, ich bitte, mir zu verzeihen, wenn ich ſage, daß ich alle Fragen, welche mich be⸗ treffen, ſogleich und der Wahrheit gemäß beantworten werde, nicht aber die, welche ſich auf die Privatan⸗ gelegenheiten meines verſtorbenen königlichen Herrn beziehen.“


