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Sekretair, wie ich, die Geheimniſſe ſeines Herrn ver⸗ rathe.“
„Ihr ſeid nach dem Geſetze verbunden, Herr, alle Fragen, die der geheime Rath des Königs Euch vorlegen mag, der Wahrheit gemäß zu beantworten,“ ſagte der König von Navarra ſtrenge.„Wenn nicht, können wir Euch zwingen.“
„Ich denke nicht, gnädigſter Herr,“ verſetzte Jean Charoſt.„Ich weiß von keinem Mittel, welches einen ehrenvollen Mann zwingen kann, eine geheiligte Pflicht zu verletzen.“
„Ha, ha!“ rief Seigneur Andre.„Er weiß nicht, daß wir gewiſſe Käfige in Frankreich haben, um widerſpenſtige Vögel zum Singen zu bringen. MNich dünkt, eine Schraube der Folterbank würde das hübſche Geſchöpf ſchon bewegen, ſeinen Schnabel zu sffnen.“
„Ich denke auch ſo,“ ſagte der König von Na⸗ varra, der ſeine Zähne zuſammenbiß und durchaus nicht mit Jean Charoſt's Antwort zufrieden war. „Wir wollen Euch noch eine Gelegenheit geben. Wollt Ihr die Fragen des Herzogs von Berri beant⸗ worten oder nicht? Wenn nicht, ſo müſſen wir ver⸗ ſuchen, wie weit Eure Widerſetzlichkeit geht.“
Während er ſprach, winkte er dem Oberrichter von Paris, welcher eben eingetreten war, und that eine leiſe Frage an ihn, worauf der Andere antwortete:


