Teil eines Werkes 
3. Bd. (1853)
Entstehung
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ſchon ſo ſehr zerriſſen war, zu erklären, wie und warum er gezaudert, den Befehlen ſeines Herrn zu ge⸗ horchen, dem hätte er ſich auf jede Gefahr gern ent⸗ zogen, und ſein Vertrauen auf ſeine eigene Unſchuld brachte ihn zu dem Glauben, daß ſeine Weigerung ihm keinen weſentlichen Nachtheil bringen würde.

Es würde beſſer für Euch ſelber ſein, junger Mann, Euch offen und aufrichtig auszuſprechen, ſagte der Herzog von Berri.Einige Worte können Euch von allem Verdachte befreien.

Ich bezweifle es nicht, Hoheit, verſetzte Jean Charoſt,denn bis jetzt ſehe ich noch keinen Grund dazu. Wäre ich allein betheiligt, ſo würde ich gern und augenblicklich jede meiner Handlungen und Worte mittheilen; aber dadurch würde ich genöthigt ſein, auch die Handlungen und Worte meines edlen Herrn mitzutheilen. Sie wurden im Vertrauen zu mir ge⸗ ſprochen, wie ein edler und hochherziger Fürſt zu ſeinem Sekretair zu reden pflegt. Er iſt todt; aber das befreit mich nicht von der treuen Erfüllung einer Pflicht gegen ihn. Was er mir anvertraute wo⸗ hin er mich ſchickte ja auch die Urſache, weshalb er mich tadelte, die ſich auf ſeine Privatangelegenhei⸗ ten bezog werde ich nimmermehr mittheilen, es mögen die Folgen ſein, welche ſie wollen; und ich hege das Vertrauen, daß die hohen Fürſten und edlen Herren nicht verlangen werden, daß ein demüthiger