abbeſtellt werden, denn ſie war ſehr für den Herzog eingenommen, wie man mir ſagt; aber wenn ich gehe, will ich ihr durch einen ihrer Leute ſagen laſſen, daß ich eine Trauermelodie für Seine Hoheit zu ſpielen habe. Vielleicht wird ſie die hören wollen. Nun er⸗ zähle mir Alles.“ 1
Martin Grille's Geſchichte währte ziemlich lange;
da aber der Leſer bereits Vieles von dem weiß, was
er auf unzuſammenhängende Weiſe ſeinem jungen Vet⸗ ter erzählte und das Uebrige von keiner großen Wich⸗ tigkeit iſt, ſo wollen wir ſeinen Bericht übergehen, welcher etwa zwanzig Minuten währte und kaum be⸗ endet war, als Caboche ſelber in ſeinem Sonntagsan⸗ zuge in die Bude trat. Seine erſten Worte zeigten Martin Grille die Richtigkeit des Rathes, den ihm der kleine Jean ertheilt hatte, nicht mit ſeinem Vater zu Jean Charoſt's Gunſten zu reden.
„O!o! Martin!“ rief Caboche in rauhem, faſt
wildem Tone,„ſo hat man alſo endlich Deinen hübſchen
Herzoge für ſeine ſchönen Thaten den Kopf geſpalten!“ „Für welche Thaten iſt er ſo ſchmachvoll gemor⸗
det worden?“ ſragte Martin Grille mit ſo viel Zorn
in ſeinem Tone, als er zu zeigen wagte.
„Was! weißt Du es nicht?“ rief Caboche.„Es
weiß ja Jedermann, daß Albert de Chauny, deſſen
Fran er entführt, ihn getödtet hat. Ich ſage, wohl
.


