Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

207

für ihn gelaſſen hätte. Aber alle Leute im Hotel ſind gegen ihn, denn er iſt viel zu gut für ſie, und ich möchte Jemand haben, der kräftig für ihn reden könnte; ſonſt möchten ſie ihn auf die Folter bringen

und ihn auf ſein Leben lang zum Krüppel machen, um

ihn dahin zu bringen, eine Lüge zu bekennen, gerade wie ſie es mit Paul Laroche machten, der ſpäter nur an zwei Stöcken gehen konnte. Nun weiß ich, daß Dein Vater ein Anhänger des Herzogs von Burgund iſt, und ich denke, dieſer Herzog wird jetzt Alles regieren.

Starke Geiſter ſuchen ſtarke Geiſter, ſagte der Knabe gedankenvoll;und vielleicht könnte mein Vater etwas bei dem Herzog ausrichten. Aber, Martin, fuhr er nach einer kurzen Pauſe fort,ich rathe Dir, habe Nichts mit dem Herzoge von Burgund zu thun. Er wird Dir nicht helfen. Ich weiß nicht, was mir ſolche Gedanken in den Kopf ſetzt, aber des Königs Bruder hatte einen Feind des Königs Bruder iſt ſchmachvoll ermordet worden ſein Feind lebt noch, und gerade ihn würde ich nicht bitten, einem fälſchlich angeklagten Manne zu helfen. Warte ein wenig. Vor drei Tagen mußte ich vor dem Könige von Navarra ſpielen, und heute ſoll ich mit meinemt Inſtrumente zu der Königin von Sicilien kommen. Ich denke, ich kann Dir helfen, Martin, wenn ſie mich nur anhören will. Aber über dieſen Mord mag es