gethan, Albert de Chauny, und ich würde daſſelbe gethan haben, wenn ich an ſeiner Stelle geweſen wäre.“ 8
„So iſt es alſo bewieſen, daß Herr von Brecy unſchuldig iſt?“ fiel Martin Grille lebhaft ein.
„Davon weiß ich Nichts,“ entgegnete Caboche. „Er mag ein Mitſchuldiger geweſen ſein; aber das iſt nicht meine Sache. Ich ging zu den Cöleſtinern, um den Herzog dort liegen zu ſehen. Es was ein mäch⸗ tiges Gedränge dort von Männern und Frauen; aber ſie machten alle Platz für Caboche. Er nimmt ſich ſehr hübſch aus als Leiche, obgleich ſein Kopf ſehr verwettert iſt; aber er wird den Ehemännern nicht mehr ihre Weiber ſtehlen. Und nun, denke ich, wer⸗ den wir ruhige Tage haben, obgleich ich nicht ſehe, was die Ruhe nützt; denn mag die Stadt friedlich
ſein oder nicht, ſo kaufen oder verkaufen die Menſchen nicht mehr halb ſo viel, wie ſonſt.“
Es lag eine gewiſſe Eitelkeit in ſeinem Tone, als er die Worte:„Alle machten Platz für Caboche“ ausſprach, welche ſehr bezeichnend war, und ſeine Beſchreibung von dem Ausſehen des Herzogs von Orleans machte Martin Grille ſchaudern. Er blieb indeſſen nicht lange bei ſeinem rauhem Oheim, ſon⸗ dern, nachdem er einige Fragen gethan und beant⸗
wortet, benutzte er einen Augenblick, wo Hahoihe be⸗ Agnes Sorel. II. 14


