Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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verſetzte der arme Martin mit einem Seufzer.Mein Verſtand ſteht ſtill, was ſonſt nie der Fall war. Dein Vater kann mir vielleicht helfen; aber Du kannſt es nicht, mein Junge.

O! das weißt Du nicht, antwortete der An⸗ dere.Ich kann mehr helfen, als man nur weiß. Denke nur, ich habe, während mein Vater zu den Cöleſtinern gegangen, um die Leiche des Herzogs von Orleans zu ſehen, in drei Stunden mehr Waaren ver⸗ kauft, als er vorher in drei Tagen.

Ahl der arme Herzog der arme Herzog! rief Martin mit tiefem Seufzer.

Nun, komm und ſetze Dich nieder, ſagte der kleine Jaan.Mein Vater wird ſogleich hier ſein, und inzwiſchen will ich Dir ein Stück auf meiner neuen Geige vorſpielen, und Du ſollſt hören, wie ich jetzt ſpielen kann.

Martin Grille ſetzte ſich mit zerſtreutem Blicke nieder, ſtützte ſeinen Kopf auf ſeine Hände und ſchien bei ſeinen lebhaften Gedanken Alles um ihn her gänz⸗ lich zu vergeſſen. Der Knabe kroch unter den Tiſch, auf welchem ſeine Waaren ausgebreitet lagen, brachte ein Inſtrument zum Vorſchein, welches ſeinem Aeuße⸗ ren nach nicht viel verſprach, prüfte die Stimmung deſſelben mit dem Daumen, als wenn er auf einer Guitarre ſpiele, ſetzte ſich auf Martin Grille's Knie

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