Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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Sie trug dieſen Mantel bei der Beerdigung ihrer Ur⸗ großmutter, als ſie zehn Jahre alt war, und das ſind jetzt ſechszig Jahre her; ſo darf er wohl die Berüh⸗ rung des jüngeren Metalls fürchten.

Nun, Du Schelm! was haſt Du zu mir zu ſagen? ſagte ein junges und hübſches Weib, welches mit Vergnügen zugehört hatte.

Nur, daß ich Nichts habe, was gut genug für Eure ſchönen Augen iſt, antwortete der Knabe ſo⸗ gleich;obgleich Ihr die Sachen nur anſehen dürft, um zu machen, daß ſie ſchimmern, als ob die Sonne darauf ſchiene.

Dies war nicht ohne Wirkung, und die hübſche Bürgerfrau kaufte ſogleich zwei oder drei Gegenſtände aus der Bude.

Eben hatte ſie ihr Geld bezahlt, als Martin Grille mit wilder, verſtörter Miene in die Bude trat und den Knaben, ohne ihn vorher zu begrüßen, fragte, wo ſein Vater ſei.

Ei, was iſt Dir begegnet, Martin? fragte der kleine Jean zärtlich.Du kommſt ja wie ein Frem⸗ der herein und ſagſt kein Wort von mir oder Dir und ſiehſt ſo wild aus, wie der Teufel im Schauſpiele. Was willſt Du denn in ſolcher Eile von meinem Vater?

Ich bin erſchrocken und unruhig, kleiner Jean,