„Nehmt— nehmt,“ ſagte Jean Charoſt mit einem Gefühle des Entſetzens und Schreckens, welches machte, daß er ſich krank und matt fühlte.„Behan⸗ delt mich ſo gut, wie Ihr könnt, und nehmt, was Euch zukommt. Wenn mehr nöthig iſt, könnt Ihr es auch haben.“ 1
Der Kerkermeiſter nickte dem Diener zu, der den Gefangenen angrinſte, und ſagte:
„Wir werden Euch ſehr gut behandeln, darauf könnt Ihr Euch verlaſſen. Ihr ſollt eine reine Zelle mit einem Bette haben, vier Fuß breit, welches Ihr nur mitz wei anderen Herren theilen dürft, die beide von guter Geburt ſind, obgleich der Eine hier iſt, weil er ein junges Marktweib getödtet. In drei Tagen wird ihm der Kopf abgeſchlagen werden, und dann habt Ihr nur einen Kameraden.“
„Kann ich nicht allein ſein?“ fragte Jean Charoſt.
„Das Geſetz iſt, drei Gefangene für ein Bett,“ entgegnete der Diener des Kerkermeiſters,„und wir können das Herkommen nicht ändern— es müßte denn ſein, daß Ihr vier Deniers die Nacht für ein einzelnes Bett und zwei für die Stelle, wo es ſteht, zahlen wolltet.“
„Sehr gern,“ rief der junge Mann, welcher ſah, daß in einem Gefängniſſe, ſowie anderswo, mit Geld


