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zählte es dem anderen— viele wurden aus dem Schlafe aufgeweckt, um die Nachricht zu hören, und Auf⸗ regung und Tumult verbreitete ſich durch ganz Paris. Die ſeltſamſten Gerüchte wurden geglaubt und noch vergrößert.
Die Königin Iſabella von Baiern ließ ſich, er⸗ ſchrocken und furchtſam, in eine Sänfte ſetzen und in das Hotel St. Pol tragen. Eine Anzahl getreuer Edelleute, welche glaubten, daß des Königs Leben in Gefahr ſei, bewaffneten ſich und ihre Leute und ver⸗ wandelten den Hof des Palaſtes in eine Feſtung; aber die Anhänger des gemordeten Herzogs blieben einige Stunden faſt betäubt von Entſetzen und faßten ſich nur, um ſich der Wuth und dem Unwillen hinzu⸗ geben, wodurch in ſpäteren Tagen manche unheilvolle Folgen hervorgebracht wurden.—
Inzwiſchen blieb die Kirche der weißen Brüder nicht leer. Die Mönche ſelber verſammelten ſich um die Leichen und ſangen die ganze Nacht Grablieder bei angezündeten Kerzen und bei feierlichem Orgelſpiele. Fürſten und Edelleute drängten ſich mit ſchwerem Her⸗ zen und aufgeregtem Geiſte in die Kirche. Der Her⸗ zog von Bourbon und der ehrwürdige Herzog von Berri waren die erſten. Dann kam der König von Sicilien, der erſt am vergangenen Morgen in Paris angekommen war.
Alle erſchöpften ſich in Wehklagen und ſtießen


