wenn auch kühn und rechtſchaffen. Blaize hat kein Herz und ſehr wenig Verſtand. Monlue würde ſie zu Tode erſchrecken; denn wenn er mich jetzt ſähe, würde er mich ſchon für todt halten. Es bleibt alſo Nie⸗ mand weiter übrig, als Ihr und Lomelini. In eini⸗ ger Hinſicht wäre es beſſer, ihn zu ſchicken. Er iſt von reifem Alter, hat viel Erfahrung, iſt pünktlich und geſchickt in ſeinen Verhandlungen und erträglich redlich— auch nicht ohne Herz— ihr zärtlich erge⸗ ben, ſo ſehr er dazu im Stande iſt, da ihr Vater ihn auferzogen und befördert hat. Aber es iſt eine Welt italieniſcher Liſt in ihm, viel feige Furchtſamkeit, und eine Alles verzehrende Sorge für ſeine eigenen In⸗ tereſſen, deren Wirkung wir nie berechnen können. Ueberdies liebt ſie ihn nicht. Ich weiß es— ich bin deſſen gewiß, obgleich ſie zu ſanft iſt, um ſich zu be⸗ klagen. Er kam als ihr Diener hierher, fand es aber vortheilhafter, in meine Dienſte zu treten. Sie kann ihn nicht lieben. Aber genug davon. Ich habe Achtung vor Euch, de Brecy. und Ihr ſollt die Be⸗ weiſe davon haben. Es iſt kein geringer Beweis, daß ich Euch in dieſem Auftrage abſende. Es liegt etwas in der Friſche Eures Charakters und in der Offenheit Eurer Natur, was Vertrauen gewinnt, und ich wünſche, daß Ihr ſogleich nach Blois abreiſet. Ueberbringet dieſen Brief der Herzogin— ſagt ihr, in welchem Zuſtande ich bin; aber freundlich und milde,
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