Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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wo ſie ſich jetzt befindet; und es wird die Aufgabe des Boten ſein, ihren Geiſt auf die Veränderungen vorzubereiten, die ſie hier finden muß, ſo wie auf die, welche ſie vielleicht finden dürfte. Verſteht Ihr mich?

Ich denke es, gnädigſter Herr vollkommen, verſetzte Jean Charoſt.

Ich wünſche auch, ſagte der Herzog,wenn meine eigenen Lippen nicht im Stande ſein ſollten, die Worte auszuſprechen, daß er ihr ſagen möge, welches auch meine Fehler geweſen, ſo ſehr auch Lei⸗ denſchaft, Eitelkeit oder Thorheit mich irregeleitet, ſo habe ich doch immer eine hohe und zärtliche Achtung vor ihren Tugenden, ihrer Zärtlichkeit und ihrer Milde gehegt. Ich könnte noch mehr viel mehr ſagen; ich will mehr ſagen, wenn ich ſie je wiederſehe. Aber ſie mag ſich verſichert halten, daß mein letztes Gebet Segen von Gott erflehen und um ſeinen Schutz für ſie und unſere Kinder bitten wird.

Während er ſprach, hielt er einen verſiegelten Brief in der Hand und ſah Jean Charoſt ſehr lebhaft an. Dennoch ſchien er zu zaudern, und als er ſchwieg, blickte er auf das Papier nieder und drehte es meh⸗ rere Minuten, ohne zu ſprechen, in den Händen herum. Dann aber blickte er plötzlich auf, als hätte er ſich endlich entſchloſſen, und ſagte:

Ich weiß Niemand, den ich ſchicken könnte, als Lomelini oder Euch. Joigni iſt ein roher Menſch,