22
Cöleſtiner von einem Menſchen oder einem Geiſte er— hielt. Indeſſen iſt es nicht das, was dieſen Eindruck hervorgebracht hat, denn ich vergaß jenen Umſtand in einer Stunde wieder; aber ich fühle mich krank, und ich ſehe nicht ein, warum nicht Einflüſſe in äußeren und unſichtbaren Dingen liegen ſollten, die zu der Seele reden, die Annäherung großer Veränderungen in unſerem Zuſtande ankündigen und uns zur Vorbe⸗ reitung mahnen. Das mag nun ſein, wie es will, das Gefühl iſt mächtig in mir. Ich habe befohlen, einen Reichsnotar rufen zu laſſen, damit ich mein Teſtament machen kann. Darin denke ich der Welt zu zeigen, wie ich meine Feinde behandeln kann, und meine Freunde auch, denn ich werde meine Vergeſſen⸗ heit der Beleidigungen in dem einen Falle zeigen, ohne es in dem anderen an Dankbarkeit fehlen zu laſſen.“
Er ſtützte einige Augenblicke ſeinen Kopf auf die Hand und fügte dann hinzu:
„Ich hege das lebhafte Verlangen, meine Gattin zu ſehen. Doch aus Urſachen, die hier zu erwähnen nicht nöthig ſind, wünſche ich ihr keinen langen Brief zu ſchicken und ihr über meinen Zuſtand und
meine Gefühle Bericht zu erſtatten. Ich habe daher
einige Zeilen geſchrieben, worin ich nur ſage, daß ich hier in Beauté krank liege. Ich weiß, daß dieſe Zei⸗ len ſie bewegen werden, ſogleich aus Blois abzureiſen,


