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Regungen entdecken zu können, welche die Betrachtung jenes Bildes erweckte. Ein zärtliches und ſchwer⸗
müthiges Lächeln ruhte auf dem Geſichte des Herzogs; aber die Schwermuth wurde immer düſterer und das Lächeln verſchwand bald.
„Dieſes Eine könnte ich verſchonen,“ ſagte er. „Armes Weſen! Dieſes Eine könnte ich verſchonen. Das Grab hegt keine Eiferſucht mehr.“
Er ſchaute es noch einen Augenblick an und ſagte darauf:
„Nein, nein— alle, alle! Hier, nehmt es und legt es auf das Feuer!“
Seinen Kopf umwendend, ſprach er dieſe Worte zu einem von den Dienern; aber der Mann ſchien ſo gänzlich verwirrt von dem Befehle, daß er, als er das Bild aus den Händen des Prinzen empfing, die Worte:„In's Feuer?“ noch einmal wiederholte.
„Ja, in's Feuer!“ ſagte der Herzog langſam und ſtrenge; dann deutete er auf ein anderes und fügte hinzu:„Gebt mir jenes.“
Jean Charoſt brachte es ihm, worauf der Her⸗ zog es, faſt ohne es zu betrachten, zu demſelben Schickſale verurtheilte. Dann folgten noch mehrere. Endlich zeigte der Herzog auf ein größeres, als die übrigen, und der junge Sekretair blieb einen Augenblick ganz verwirrt vor demſelben ſtehen, als er darunter den Namen der Herzogin von Burgund las. Es
Agnes Sorel. IlI. 2


