Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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aber die Luft iſt noch kalt, und Eure Hoheit ſehen in der That nicht wohl aus. Waͤre es nicht beſſer, noch eine Weile zu warten?

Nein, nein, verſetzte der Herzog von Orleans raſch, aber nicht heftig.Laßt uns ſogleich gehen, mein Freund. Ich will ein ſolches Siegel auf meine Entſchlüſſe ſetzen, daß weder ich noch die Welt ſie je vergeſſen ſollen.

Er zog den Pelzmantel feſter um ſich zu, ſtützte ſich ſchwer auf den Arm des jungen Sekretairs und ging aus dem Zimmer. Im Vorübergehen befahl er den beiden Dienern vor der Thür, ihm zu folgen, und in die Gallerie gehend, wendete er ſich ſogleich zu dem Theile derſelben, den Jean Charoſt geſehen hatte. Dort ſetzte er ſich auf einen Stuhl in der Mitte des Gemaches, während die beiden Diener eine kurze Strecke hinter ihm ſtanden, deutete auf ein Bild im ſüdweſtlichen Winkel und befahl Jean Charoſt, es ihm zu bringen. Es war das Portrait eines ganz jungen Mädchens, weniger ſchön freilich, als viele von den Uebrigen, aber mit der eigenthümlichen Schönheit der Jugend; und als der Herzog es in den Händen hatte, ließ er einige Augenblicke den Rand des Rahmens auf ſeinem Knie ruhen und blickte das Geſicht ſchwei⸗ gend an.

Jean Charoſt hätte viel darum gegeben, in dem Augenblicke in das Herz des Prinzen ſchauen und die