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ſcheinen; aber für Jean Charoſt's Augen waren ſie, gleich denen, die er in dem Hotel d⸗Orleans in Paris geſehen, vollkommene Wunder der Kunſt. Ehe er verweilte, um eins davon anzuſehen, ordnete er an, mehr Holz auf's Feuer zu legen, welches in dem großen mittleren Kamin nur matt brannte, und während der Diener das Holz herbeiholte, ging er langſam zu dem weſtlichen Ende der Gallerie, wo auf einem klei⸗ nen Streifen von weißem Seidenzeug zwiſchen den beiden Saͤulen die Worte ſtanden:„Der Liebe geweiht.“ Als er in jenen Theil der Gallerie trat, fühlte er ſich nicht überraſcht, nachdem er die Inſchrift geleſen, daß ſich dort nur Portraits von Damen be⸗ fanden. Alle ſchienen ſehr ſchön; und obgleich ihre Geſichter ihm fremd waren, erkannte er doch die Na⸗ men, die in den meiſten Fällen in großen Buchſtaben auf den Rahmen ſtanden.
Als er ſich umſah, empfand er Erſtaunen und faſt Beſtürzung über die kühne Leichtfertigkeit, welche unter einer ſo bedeutungsvollen Inſchrift die Portraits einiger der berühmteſten Damen Frankreichs vereint hatte. Aber er verweilte nicht lange, denn das Feuer brannte bald hell, und er kehrte, wie ihm befohlen worden, in das Zimmer des Herzog zurück.
„Nun,“ ſagte der Prinz, als er eintrat,„iſt Alles bereit?“
„Ja, gnädigſter Herr,“ antwortete Jean Charoſt;


