Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſehen konnte, worauf er einige Minuten mit gedan⸗ kenvollem, halb zerſtreutem Blicke hinſah.

Der junge Sekxetair erwartete jeden Augenblick, daß er die gefaßten Entſchlüſſe diktiren werde; aber endlich ſagte der Herzog in verändertem Tone:

Das iſt unnöthig. Es würde einen Zweifel an mir ſelber zeigen, und an mir zweifelt hoffentlich Nie⸗ mand. Nein, nein, wahre Eytſchlüſſe bedürfen keiner Feſſeln. Ich habe genug beſchloſſen: ich will zu han⸗ deln beginnen. Reicht mir jenen Pelzmantel, de Brecy; dann geht und ſeht, ob die Gemäldegallerie gewärmt iſt. Sagt einem von den Dienern an der Thür, daß er Holz genug auf's Feuer legt und dort wartet. Dann kehrt zu mir zurück.

Ohne zu antworten, verließ Jean Charoſt das Zimmer und ſagte einem von den beiden Dienern, die draußen ſaßen, ihm den Weg zu der Gemäldegallerie zu zeigen, wovon er noch nicht gehört hatte. Der Mann führte ihn den Gang dahin zu einer nicht fer⸗ nen Thür, die er öffnete, und im nächſten Augenblicke fand ſich Jean Charoſt in einer langen, ſchmalen Halle, die ſich durch die ganze Breite des Gebäudes erſtreckte und an beiden Enden Fenſter hatte. Sie war durch Säulen in drei geſonderte Abtheilungen getheilt und die Wände waren faſt bis oben mit Gemälden bedeckt.

Uns würden dieſe Bilder ärmlich und roh er⸗