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von irgend Jemand, den ich je um mich hatte— nicht zu erfahren in der Welt, nicht abgenutzt von der Po⸗ litur eines Hofes. Ihr habt etwas Neues und Fri⸗ ſches an Euch, gleich dem, was ich ſelber einſt war. Was bin ich jetzt? Zuweilen ein weiſer Mann, zu⸗ weilen ein Thor.“
„O nein, mein Prinz!“ rief Jean Charoſt, „das kann ich nicht glauben. Die Verſuchung führt Euch nur auf einen Augenblick von dem Pfade der Weisheit ab— es iſt gleichſam die Krankheit einer Stunde. Aber das Leben iſt geſund— das Herz iſt geſund.“
Der Prinz lächelte, doch fuhr er fort, als ver⸗ folge er den Gang ſeiner eigenen Gedanken.
„Zu wiſſen, was recht iſt— zu thun, was un⸗ recht iſt,“ ſagte er,„ein mächtiges Verlangen nach dem Guten zu empfinden und beſtändig in das Böſe zu verfallen, das iſt doch gewiß Thorheit. Es iſt offenbar ärger, als wenn ich nicht wüßte, was ich zu thun hätte. Einen Blinden kann man nicht der Dummheit beſchuldigen, weil er gegen eine Wand rennt, welcher Jeder, der kein Blödſinniger iſt, aus⸗ weichen würde.“
Er ſah ſeinem Sekretair in's Geſicht, und von ſeinem Tone ermuthigt, wagte Jean Charoſt zu be⸗
merken:
„Es fehlt nur an einem ſtarken Willen, gnädig⸗


