Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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Von ſeinem Pferde ſpringend, eikte der junge Sekretair zu den Zimmern des Herzogs. Er wurde ſogleich eingelaſſen und fand ſeinen fürſtlichen Herrn in einem leichten, mit Pelz beſetzten Schlafrocke, und ſelbſt ſeit dem vergangenen Tage ſehr verändert. Sein

Geſicht war ſehr blaß, ſeine Augen ſchwer und ſeine

Lippen trocken, aber dennoch lächelte er mit gut⸗

müthigem, wenn auch nicht heiterem Ausdrucke des

Geſichts und ſagte:

Ich hoffe, man hat Euch nicht von einem Ver⸗ gnügen abgerufen, de Brecy; denn ich dachte nicht, daß ich Eurer früher, als um drei Uhr bedürfen würde. Aber ich fühle mich krank, mein Freund, und es ſind ſehr geſchäftige Gedanken in meinem Geiſte.

Er ſchwieg einige Augenblicke, ſah gedankenvoll auf den Tiſch nieder und fügte dann langſam hinzu:

Wenn das Gehirn voll iſt, iſt das Herz auch vielleicht voll. Wir treiben immer gern einige von dieſen thätigen und unermüdlichen Gegnern, Gedan⸗ ken genannt, hinweg. Ach! de Brecy, wie ſelten fin⸗

ddet ein Fürſt Jemand, mit dem er ſie theilen kann! Er hielt wieder inne und Jean Charoſt wagte nicht zu antworten. Gern hätte er geſagt:

Theilt ſie mit mir. Aber er fühlte, daß es anmaßend ſein würde, und er ſchwieg.

Ihr, de Brecy, fuhr der Herzog fort,ſeid

verſchieden von den übrigen Leuten, die mich umgeben;