Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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lächelte, und Martin Grille rief in halb kläglichem, halb lachendem Tone, als er angeritten kam:

Schonet meiner, Herr, ich bitte Euch, ſchonet meiner! Ihr vergeſſet, daß ich an einen ſo wilden Ritt nicht gewöhnt bin. Jeder Menſch benimmt ſich linkiſch in einer neuen Lage; und obgleich ich im lang⸗ ſamen Schritte gut fortkomme, wenn mein Pferd nicht ausſchlägt oder ſtolpert, ſo würde es mir doch lieb ſein, wenn es mir wenigſtens auf vierzehn Tage er⸗ ſpart wäre, über die Hügel dahin zu galoppiren, bis ich mit meinem Pferde beſſer bekannt bin.

Nun, nun, antwortete ſein Herr,wir wollen ein wenig langſamer reiten, doch müſſen wir von Zeit zu Zeit wieder traben, damit der Schnee um uns her fliegt. Wir wollen gerade auf das Dorf zureiten, wo der Kirchthurm an der entgegengeſetzten Seite hervor⸗ ragt.

Es liegt ein dichter Wald zwiſchen uns und dem Dorfe, ſagte Martin Grille.

Ohne Zweifel führt ein Weg hindurch, ant⸗

wortete ſein Herr. Und ohne weitere Verhandlung

ritt er vorwärts.

Der Wald, der ein Theil des großen Waldes von Corbeil war, lag in der Vertiefung zwiſchen zwei Hügelreihen, und auf einer dieſer Erhöhungen hatte er und ſein Herr geſtanden. Der Wald war tiefer, größer und verwickelter als Jean Charoſt von der