Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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des gewöhnlichen Geſchäfts, die tägliche Beſchäftigung, freilich ein wenig einförmig, aber ohne Aengſtlichkeit oder Erwartung, die friedlichen Stunden, die er zum Studium, zum Nachdenken oder zur Bewegung an⸗ wenden konnte, wenn er von dem Dienſte eines nicht zu viel fordernden Herrn befreit war, nahmen jetzt, da ſein Ehrgeiz befriedigt war und er den Weg zur Ehre und zum Glücke betreten hatte, ein neues und außerordentliches Intereſſe in ſeinen Augen an. Nicht als wäre er des Dienſtes des Herzogs von Orleans überdrüßig geworden nicht als hätte er die empfangenen Gunſtbezeugungen oder die Freundlichkeit, womit er behandelt worden, nicht gehörig geſchätzt. Aber der Blick zurück und der Blick vorwärts machen einen großen Unterſchied in unſerer Schätzung der Ereigniſſe und Umſtände; und er empfand jene voll⸗ ſtändige Würdigung der Vergangenheit, welche nur das Vergangene zu gewähren vermag. Wenn er aber einen Punkt aufſuchen wollte, worin er getäuſcht wor⸗ den, ſo fand er es ſchwierig. Aber es lag in dem Ganzen etwas, was in ſeiner Bruſt ein allgemeines Gefühl der Niedergeſchlagenheit erregte. Es war eine Empfindung der Aengſtlichkeit hinſichtlich Deſſen, was ihn umgab. Ein düſterer Nebel der Ungewißheit ſchwebte über dem Ganzen, der für ſeinen Geiſt, der das Tageslicht liebte, ſehr ſchmerzlich war. Die Hälfte von dem, was er ſah oder hörte, verſtand er