Die letzten Worte wurden mit bedeutungsvollem Lächeln ausgeſprochen; aber der Herzog geſtattete ihr, ihm den Wein einzuſchenken, leerte den Becher, wen⸗ dete ſich dann mit anmuthiger Verneigung zur Geſell⸗ ſchaft, ging einen Schritt auf die Thür zu und ſagte:
„Der Herzog von Orleans iſt vorübergekommen, Madame, wenigſtens begegnete uns ſeine Begleitung, als wir hier vor den Thoren waren. Herr Abt, ich ſage Euch meinen beſten Dank für Eure Gaſtfreund⸗ ſchaft. Lebt wohl, meine Damen!“ 4
Indem er an Madame de Giac vorüberging, fügte er mit leiſem Geflüſter hinzu, welches indeſſen Jean Charoſt's Ohren erreichte, welcher ihm folgte:
„In Paris alſo.“
Die Dame gab keine laute Antwort, aber ihre Augen ſprachen deutlich genug und ſagten nach Jean Charoſt's Anſicht nur zu viel.
Der dienende Bruber öffnete die Thür des Zim⸗ mers, um die Gäſte hinaus zu laſſen, und er hatte ſie noch nicht geſchloſſen, als der Name des Herzogs von Orleans von mehr als einer Stimme wiederholt wurde und ein heiteres Lachen erfolgte.
Der Herzog eilte am Arme ſeines jungen Beglei⸗ ters fort; und obgleich das Lächeln noch eine Weile ſeine Lippen umſchwebte, ſo war es doch verſchwunden, ehe ſie die Kloſterpforten erreichten. Nach und nach verſank er in tiefes Nachdenken, welches währte, bis
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