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Jetzt waren der Wein und die eingemachten Früchte auf einen großen marmornen Tiſch in der Mitte der Halle geſtellt worden, und einen ſchönen Anblick gewährten die ſilbernen Kannen und die mit Juwelen beſetzten goldenen Becher auf der weißen Fläche unter den grauen zierlichen Bogen, welche die Decke bildeten und von mehreren Gruppen in glänzen⸗ den Kleidern umgeben, und der Abt in ſeinem Ornat am Tiſche ſtehend, einen dienenden Bruder an ſeiner Seite, während das vielfarbige Licht hell durch die bemalten Scheiben des Fenſters ſchien.
„Auf Eure Geſundheit, edler Herr, den ich Louis Valois nennen ſoll, und Eures jungen Freundes Jean Charoſt,“ ſagte der Abt, ſich gegen den Herzog ver⸗ neigend und einen Becher erhebend, den er eben ge⸗ füllt hatte.„Ich bitte, mir in dieſem auserleſenen Weine von Nuits Beſcheid zu thun.“
„Ich werde ihn nur koſten, Hochwürdiger,“ ver⸗ ſetzte der Herzog, einen Becher nehmend.„Ich habe ſchon genug getrunken, ſo daß ich ein wenig erhitzt bin.“
„Nein, nein, guter Herr,“ rief die ſchöne Dame, mit welcher er geſprochen hatte.„Laßt mich für Euch den Becher füllen! Ihr werdet doch dem Herrn Abt Beſcheid thun, ſonſt ſage ich es dem Herzog von Orleans, der heute, wie man ſagt, hier durch⸗ kommt.“


