Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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es dort ſo heiter und luſtig zugegangen wäre, wie hier, möchte ich vielleicht lieber dort geblieben ſein.

Ich denke nicht, entgegnete der junge Mann, wenn ich nach Eurem Geſichte bei der Tafel urtheilen darf. Ihr ſchienet nicht über die Beluſtigungen der Mönche zu lächeln.

Sie machten, daß mein Kopf ſchmerzte, ant⸗ wortete das Mädchen und fügte dann plötzlich hinzu: So ſeid Ihr alſo ein Beobachter von Geſichtern? Was haltet Ihr von dem Geſichte des Mannes, der mit dem Abte ſpricht?

Nun, er mag vielleicht Euer Vater, Euer Bru⸗ der oder ein naher Verwandter ſein, ſagte Jean Charoſt.Ich werde nicht reden, ehe ich mehr weiß.

O! er geht mich Nichts an, verſetzte das Mäd⸗ chen.Es iſt der edle Herr von Giae, der mir nebſt ſeiner Gemahlin die große Ehre erweiſ't, mich nach Beaugency zu führen, wo wir die Königin einholen ſollen. Sein Geſicht würde keine Milch gerinnen oder Wein ſauer machen; aber doch liegt Etwas darin, was nicht ganz Honig iſt.

Er ſcheint allen Honig ſeiner ſchönen Dame zu überlaſſen, bemerkte Jean Charoſt.

Ja, um Fliegen damit zu fangen, entgegnete das Nädchen und fügte dann mit leiſem Tone hinzu, und er iſt dann die Spinne, die ſie frißt.

Agnes Sorel. I. 12