Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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daß er den Prinzen erkenne; und wenn gleich der junge Sekretair wenig Zweifel hegte, daß ſein könig⸗ licher Herr mehreren der Gegenwärtigen bekannt ſei, ſo war es doch klar, daß die meiſten Mönche nicht wußten, daß Seine Hoheit unter ihnen ſei.

Die Bewirthung machte dem Rufe des Kloſters Ehre. Gut gekochtes und gebratenes Fleiſch, Fiſche in Ueberfluß und von verſchiedener Art, eine große Auswahl von Wild und köſtliche Weine zeigten, wie vollſtändig die Mönche von Juviſy Feld, Wald, Teich und Weinberg ausgebeutet hatten. Auch hielten die Brüder ihre Zungen nicht ſehr im Zaume. Heitere, witzige, poſſenhafte, und oft ſelbſt profane und käſternde Reden wurden am Tiſche ohne Ehrerbietung geäußert, welche Ohren ſie hören mochten. 2

Der junge Mann hatte von ſolchen Dingen ge⸗ hört, ſie aber kaum geglaubt, und in ſeiner Einfalt empörte ihn das, was er ſah und hörte. Was ihm aber unerklärlicher war, als alles Uebrige, war das Beuehmen des Herzogs von Orleans. Er wußte nicht, wie oft ſchmerzliche Gefühle und Empfindungen zu dem Gegentheile ihre Zuflucht nehmen wie der Kum⸗ mer ſich bemüht, ſich durch Schwelgerei zu betäuben wie die Menſchen den Becher des Kummers mit den Honigtropfen des Vergnügens zu verſüßen ſuchen. Von dem erſten Augenblick an, wo er dem Herzoge vorgeſtellt worden, bis zu dem Augenblicke hatte ihn