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darauf zu einem leeren Sitze in der Mitte des Tiſches und winkte Jean Charoſt, neben ihm Platz zu nehmen. Der junge Sekretair hatte genügende Gelegenheit, während des langen Tiſchgebets die Geſichter der am oberen Ende ſitzenden Gäſte zu beobachten. Zur Rech⸗ ten des Abtes ſaß ein Herr von etwa vierzig Jahren, glänzend gekleidet, aber mit keineswegs einnehmendem Geſichte, denn es war kalt, berechnend und hart, und ihm zunächſt ein junges Mädchen von dreizehn oder vierzehn Jahren, welches ſich zu jener Zeit nicht ge⸗ rade durch Schönheit auszeichnete, aber einen Aus⸗ druck des Geſichts hatte, den man nicht leicht ver⸗ geſſen Fonnte, wenn man ihn einmal geſehen. Jener Ausdruck iſt ſchwer zu beſchreiben, aber er beſaß einen Charakter, der, ſoweit wir nach ſehr mangelhaften und nicht ſehr zuverläſſigen Portraits urtheilen können, in den Geſichtern der meiſten franzüſiſchen Frauen jener Tage fehlte. Es war Seele darin, eine Verſchmel⸗ zug des Nachdenkens und Gefühls, viel Feſtigkeit und Entſchiedenheit um den kleinen Mund, aber eine Welt ſanfter Zärtlichkeit in den Augen.
Auf der anderen Seite des Abtes ſaß eine ge⸗ putzte ſchöne Dame in der Blüthe des Lebens, deren Geſicht von bezauberndem Lächeln ſtrahlte, und Jean Charoſt konnte nicht umhin, zu bemerken, daß ſie einen bedeutungsvollen Blick mit dem Herzoge von Orleans wechſelte. Freilich gab Niemand am Tiſche offen kund,


