Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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durchſuchten ſie das Zimmer, woran ſie vorher noch nicht gedacht hatten. 4

Es war aber Nichts zu finden— keine Spur von dem Mörder— ſelbſt der Dolch, der die That gethan, war verſchwunden und nach einiger weiteren Berathung und Ausdrücken des Entſetzens und Be⸗ dauerns machten ſie ſich auf den Weg, um dem Her⸗ zog von Orleans die Nachricht zu überbringen, indem ſie bei der Furcht, daß ihnen Jemand zuvorkommen möchte, den Mörder verfolgen zu laſſen, vergaßen. Das Haus befand ſich dicht neben dem Palaſte des Herzogs und hatte einen Eingang von dem Garten des Letzteren. Durch dieſe Thür gingen ſie, durch⸗ ſchritten einen Baumgang und traten dann durch eine Seitenthür in den Palaſt.

Der Mann ging gerade auf die kleine Halle zu, indem die Frau dicht hinter ihm folgte, und fand den Herzog, wie ich gezeigt, in der Unterredung mit Jaeques Coeur und Jean Charoſt. Wie man verab⸗ redet hatte, wurde der Prinz anfangs nur benach⸗ richtigt, daß die Dame ſehr krank ſei, und ſchon dieſe Nachricht brachte die Aufregung hervor, die ich ge⸗ ſchildert habe; aber wie kann ich ſeinen Gemüthszu⸗ ſtand beſchreiben, als ihm die ganze Wahrheit bekannt wurde— das Feuer ſeiner Wuth, den Abgrund ſeines Kummers und mehr als Alles, die tiefe Qual ſeiner Neue? Als er jenes ſchöne, Aiebliche Geſicht, in dem

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