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verlaſſen, denn ſie waͤre ſo nahe geweſen, daß ſie es hätte ſehen müſſen, wenn Jemand vorübergegangen. Sie erklärte ſogar, ſie glaube, es müſſe durch Zaube⸗ rei geſchehen ſein; und da die Zauberei zu jener Zeit in großem Rufe ſtand, ſo wäre der Mann vielleicht auch ihrer Meinung geweſen, hätte nicht das Blut und die Wunden deutlich gezeigt, daß hier ein Menſch gehandelt habe.
Dann kam die Frage, was jetzt zu thun ſei. Dem Herzog mußte man es ſagen, das war klar, und der Mann und die Frau kamen darin überein, daß es beſſer ſein würde, ihm die Sache ſelber mitzutheilen.
„Wir wollen es ihm nicht ſogleich ſagen,“ meinte die Wärterin, denn Kummer und Entſetzen waren jetzt von perſönlicheren Rückſichten verbannt worden.„Er würde uns Beide auf der Stelle töd⸗ ten, glaube ich. Wir wollen ihm zuerſt ſagen, daß ſie ſehr krank iſt; wenn er dann zu ihr geht, ſagen wir, daß ſie im Sterben liegt— dann, daß ſie todt iſt— und dann mag er ſelber finden, daß ſie ermor⸗ det worden iſt.— Guter Himmel! es ſollte mich nicht wundern, wenn der Mörder noch im Zimmer wäre.— Seht Ihr nicht auch, daß der Vorhang ſich bewegte?“
Und ſie ſah mit furchtſamen Blicke nach dem Bette hin. Der Diener zog ſein Schwert und jetzt
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