Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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die Hand aus dem Buſen und es ſchimmerte Etwas im Lampenlicht.

Es war ſeltſam, die Dame beyegte ſich ein wenig in ihrem Schlummer, als wenn der Schimmer des Dolches ſich ihr fühlbar gemacht hätte, und ſie flüſterte einen Namen. Ihr Arm lag nachläſſig auf der Bettdecke; ihre linke Seite und Bruſt waren frei.

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Der Name, den ſie flüſterte, ſchien das Kommando⸗

wort zu ſein, denn augenblicklich wurde die eine Hand

auf ihre Lippen gedrückt und die andere führte einen heftigen Stoß in die Seite. Der Schrei wurde er⸗ ſtickt; die Hände griffen in die leere Luft; eine leichte krampfhafte Anſtrengung aufzuſtehen, ein Fieberſchau⸗ der und Alles war ſtill.

Der Mörder zog ſeine Hand zurück, ließ aber den Dolch in der Wunde. O! mit welcher furcht⸗ baren Geſchicklichkeit hatte er die That vollführt! Der Stahl hatte ihr Herz durchbohrt!

Da ſtand er einen Augenblick und betrachtete ſein Werk. Was in ſeiner Bruſt vorging, wer kann

es ſagen? Aber plötzlich nahm er die Hand, die er

leblos gemacht, in die ſeine und zog einen Trauring

von dem unwiderſtrebenden Finger. Obgleich die Leidenſchaft das Selbſtgeſpräch

liebt, ſo ſprach er doch nur wenige Worte aus.

„Nun mag er kommen und ſehen!“ murmelte

er; dann ging er raſch zu der andern Seite des