Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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Stellung ſein; aber er ſelber mag Dir vielleicht Ge⸗ legenheit dazu bieten. Um Rath fragen wird er Dich nicht, wahrſcheinlich aber ſich oft mit Dir unterreden, und es iſt ſehr wohl möglich, ihm in ruhiger, nicht aufdringlicher Weiſe jeden Rath zu ertheilen, ohne den Schein anzunehmen, als wolle man ſich in ſeine Angelegenheiten miſchen.“

„Ich fürchte,“ verſetzte Jean Charoſt,„er wird ſich wenig mit einem Knaben, wie ich bin, unter⸗ reden, und gewiß nicht viel auf meine Meinungen achten.“

„Das hängt ſehr von der Stellung ab, die Du in ſeiner Hofhaltung einnimmſt,“ verſetzte Jacques Coeur.„Wenn Du ſeiner Perſon ſehr nahe biſt, zweifle ich nicht, daß er es thun wird. Die, welche ſich ihren Leidenſchaften hingeben, Jean, und ſich in eine See der Intrigue ſtürzen, ſind oft in ſchwierigen und bedenklichen Lagen, wo ſie keinen Rath oder Troſt in ihrer eigenen Bruſt finden können. Dann ſuchen ſie Hülfe und Rath bei denen, die zufällig in ihrer Nähe ſind. Ich ſage nur, daß dergleichen geſchehen kann, nicht, daß es geſchehen wird; wenn es aber geſchieht, Jean Charoſt, ſo hoffe ich, daß Du die Gelegenheit gut anwenden wirſt.“

In dieſer Weiſe wurde die Unterredung weiter geführt, bis ſie die Wohnung des Kaufmannes erreich⸗ ten und wieder zu dem kleinen Zimmer hinaufſtiegen,