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„Es iſt freilich ſehr nothwendig, Herr,“ verſetzte Jean Charoſt, der ſich nicht einfallen ließ, daß Jacques Coeur ihn damit meinte.„Ich habe viel von dem Herzog gehört, ſeitdem wir hier in Paris ſind: und obgleich Alle ſeine großen und edlen Eigenſchaften bewundern, iſt es doch traurig, die Geſchichten zu hören, die man von ihm erzäͤhlt.“
„Alter und Erfahrung mögen einige Wirkung ausüben,“ verſetzte Jaeques Coeur,„ja ſie haben ſchon Einfluß geäußert, indem ſie die guten Entſchlüſſe mehr befeſtigten und machen, daß er ſich weniger häufig der Verſuchung hingiebt. Es iſt jetzt nur er⸗ forderlich, daß eine Perſon, die einigen Einfluß bei ihm hat, beſtändig in ſeiner Nähe iſt und jenen Ein⸗ fluß zu dem rechten Zwecke anwendet. Ich weiß nicht, mein lieber Junge, ob Du Einfluß bei ihm erlangen wirſt, oder nicht. Er hat mir verſprochen, Dich mit aller Gunſt zu behandeln und Dich ſo nahe wie mög⸗ lich bei ſeiner Perſon zu behalten; und ich halte mich überzeugt, daß Du die Gelegenheit nicht vorübergehen laſſen wirſt, wenn ſich eine ſolche zeigt, der Tugend und der guten Aufführung das Wort zu reden und Dich dem Laſter und der Ausſchweifung zu wider⸗ ſetzen. Ich ſage damit nicht, daß Du Dich in die Angelegenheiten dieſes Fürſten miſchen oder ihm Deine Rathſchläge aufdringen ſollſt. Dies würde unverſchämt und unpaſſend für einen jungen Mann in Deiner


