Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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ihrem Herrn den Weg zu bahnen; oder wenn eine muntere Geſellſchaft von Bürgern lachend und ſcher⸗ zend von einer Beluſtigung zurückkehrte; oder wenn eine Gruppe von Nachtſchwärmern das Ohr der Nacht mit Geſchrei und oft mit Schmähungen beleidigte; oder wenn an den Straßenecken Lieder geſungen wur⸗ den von Perſonen, die wahrſcheinlich kein Obdach hatten und ſich um Feuer verſammelten, die man an⸗ gezündet hatte, um die vor Froſt zitternden Armen zu wärmen denn es war im kalten Winter des Jahres 1407, und das Elend des Landes war groß.

Dennoch waren die vorherrſchenden Töne die der Freude und Heiterkeit, denn das Volk von Paris war daſſelbe in jenen Tagen, welches es jetzt iſt; und Freude, Feſtlichkeit und Frohlocken rollte und jodelte damals, wie in unſeren Tagen, durch die Straßen dahin, während der Staub noch naß vom Blute war und Elend, Dürftigkeit und Druck ungeſehen hinter den Mauern lauerten.

Kein Geräuſch aber ſchien den Jüngling bei ſeiner Arbeit zu ſtören, oder ſeine Gedanken nur auf einen Augenblick ſeinem Gegenſtande zu entziehen. Bald erſchütterte ein lautes Gelächter das Fenſter; aber er ſchrieb dennoch weiter. Bald ertönte ein Schrei, wie des Schmerzes, von außen durchs Zim⸗ mer; aber ſolches Geſchrei war gewöhnlich in jenen Tagen, und er erhob ſeinen Kopf nicht. Dann