Teil eines Werkes 
1. Bd. (1853)
Entstehung
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Anordnung. Die Schuhe waren außerordentlich lang und endeten mit einer ſcharfen Spitze, und der graue 1 Mantel mit den kurzen Aermeln, den er über ſeinem gewöhnlichen Wamms und Beinkleidern trug, war am Kragen und am Ende der Aermel mit einem Streifen Pelz beſetzt, was wahrſcheinlich ein Zeichen edler Ge⸗ burt war, denn es wurden von Zeit zu Zeit während der früheren Perioden der franzöſiſchen Monarchie Kleiderordnungen erlaſſen, die freilich ſehr häufig übertreten wurden. An dem Kinn war keine Spur eines Bartes zu ſehen. Auch der Oberlippe fehlte der männliche * Schnurrbart, und das Haar, welches aus der Stirn zurückgekämmt war und im Nacken in glänzenden Locken niederfiel, verlieh dem Kopfe, der ſo ſchön auf den Schultern ſaß, ein faſt weibliches Anſehen. Die breite Bruſt aber, die wir erwähnt haben, ſowie die langen, kräftigen Arme und die ſtarke, braune Hand, welche die Feder hielt, beſeitigte den Verdacht, daß der junge Schreiber eine verkleidete, ſchöne Dame ſei, obgleich die franzöſiſchen Damen zu jener Zeit nicht ſehr bedenklich waren, irgend einen Charakter anzu⸗ nehmen, der ihren Zwecken entſprechen mochte. Es war viel Geräuſch und lebhafte Bewegung auf den Straßen von Paris, wenn Männer mit⸗ 6 Fackeln in den Händen vor einem großen Herrn des Hofes einhergingen und:Platz! Platz! riefen, um