Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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Mann hatte ſtehen ſehen. Am Fuße des Bettes ſaß Charlotte Hay, genau ſo gekleidet, wie er ſie in der Kirche geſehen, und näher nach ihm zu zeigte ſich ein ſtämmiger, muͤrriſch ausſehender junger Mann, der mit

einem Conſtablerſtock in der Hand auf einem Stuhl ſaß.

Die Haltung des unglücklichen Weibes war ruhig und ungezwungen und ſie ſaß vollkommen regungslos; ihre lebhafte Farbe war dieſelbe, ihre Hände ruhten zuſam⸗ mengeſchloſſen auf ihrem Knie, ihr Kopf war leicht vor⸗ wärts gebeugt und ihr Auge mit jenem eigenthümlichen ſtünmofeh glaſigen Nebel bedeckt, den wir ſchon mehr als ein Mal erwähnt haben, und ernſt auf den Boden ge⸗ heftet. Sie ſchien in tiefes Nachdenken, aber nicht in das Nachdenken des Verſtandes, ſondern vielmehr in

das träumeriſche, leere Hinbrüten des Blödſinns verſun⸗

ken zu ſein. Es zeigte ſich an ihr jenes unbeſchreibliche Etwas, welches für das Auge ſofort ihren Zuſtand

von dem des tiefen Nachdenkens unterſchied, und ein

Kräuſeln der Lippe, nicht ganz ein Lächeln, aber einem ſolchen gleichend, ſchien ein Kennzeichen des Wahnſinns zu ſein. Der Laden eines der beiden Fenſter war geſchloſ⸗ ſen, ſo daß eine Art Helldunkel in dem Zimmer herrſchte, aber auf den Platz, auf welchen Charlottens Blick ge⸗ heftet zu ſein ſchien, ergoß ſich ein heller Sonnenſchein, und der Contraſt ihres Schickſals, ihrer Ausſichten und ihrer Geſchichte zu dem warmen, reinen Lichte des Him⸗