Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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- 26.

Das Graben eines Grabes war für ihn eine Art Feſt. Er hielt gute Brüderſchaft mit den Würmern und freuete ſich, zu dem Schmauſe ſeiner Freunde die Tafel bereiten zu können.

Der Todtengräber hatte ſo einige Zeit lang gear⸗ beitet, als um die angegebene Stunde Jemand an der niedrigen, mit Moos bewachſenen Mauer, etwa Hundert Schritte von der Hütte des neuernannten Wildhüters ſtehen blieb und herüber nach der Laterne ſchauete. Wer dieſer Unbekannte auch ſein mogte, ſo ſchien er entweder zu zögern oder zu überlegen, denn er ſtemmte ſich volle fünf Minuten lang mit den Armen auf die Mauerkappe, ehe er das kleine, dicht daneben befindliche hölzerne Thor öffnete, hindurchſchritt und auf das Grab zukam. Der Todtengräber hörte ihn ſehr wohl, aber ich habe noch niemals einen Todtengräber geſehen, der nicht ein Humo⸗ riſt geweſen wäre, und ſo nahm er von dem Unbekann⸗ ten nicht die mindeſte Notiz, ſondern arbeitete darauf los, wie vorher.

Nun, was macht Ihr denn da, alter Knabe? ſagte endlich eine männliche Stimme.

Seht Ihr es denn nicht? verſetzte der Todten⸗ gräͤber aufblickend.Ich treibe faſt das alleraͤlteſte Hand⸗ werk in der Welt ich grabe und zwar ein Grab, was eine ſehr alte Profeſſion iſt, obſchon, als ſie auf⸗