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kamen, die Menſchen ſo lange lebten, daß die Todten⸗ gräber nicht viel können zu thun gehabt haben.“
„Und für wen iſt denn das Grab beſtimmt, das Ihr da grabt?“ fragte der Fremde.„Ich bin doch ſchon ſeit einigen Tagen hier und habe nicht gehört, daß Je⸗ mand geſtorben ſei.“
„Man ſollte glauben, Ihr wäret ein Doctor,“ ant⸗ wortete der Todtengräber,„denn Ihr ſcheint zu glauben, Ihr müßtet bei jedem Todesfall in der ganzen Gemeinde die Hand mit im Spiele haben— aber Ihr wollt wiſ⸗ ſen, für wen das Grab beſtimmt iſt? Das kann ich Euch nicht ſagen, denn ich weiß es ſelbſt nicht.“
„Aber wer hat Euch denn beauftragt, es zu gra⸗ ben?“ fragte der Fremde.
„Niemand,“ ſagte der Todtengräber,„aber es wird ſchon Jemand hineinpaſſen, dafür ſtehe ich, und ich werde auch dafür bezahlt werden. Und warum ſollte ich nicht fertige Gräber haben, ſo wie der Schuhmacher in der Stadt mit fertigen Schuhen handelt? Ich grabe nach eigenem Gutdünken; ehe die Woche um iſt, wird gewiß Jemand geſtorben ſein, das bin ich überzeugt, denn mir träumte letzte Nacht, ich ſähe einen Hochzeits⸗ zug in die Kirche kommen und die Braut und der Bräutigam traten beide auf die Grabhügel— das be⸗ deutet Tod und es kann ſein, es ſterben Zwei.
„Alſo grabt Ihr das Grab auf Speeulation, alter


